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BOGDOL-Spielvorschau: SV Drochtersen/Assel

Artikel vom 7. November 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Am Sonntag ist die SV Drochtersen/Assel in Norderstedt zu Gast, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu einer Spitzenmannschaft gemausert hat, im Sommer allerdings auch noch einmal richtig investiert hat. Gut investiertes Geld, das sich auszuzahlen scheint. Allen voran Tom Sanne strahlt über allem und ist maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass die Kehdinger sich in der Spitzengruppe festgesetzt haben und ernsthafter Meisterschafts-Kandidat sind.

    Dabei dürfen sich die Zuschauer am Sonntag mutmaßlich auf einige Tore freuen. Mit 68 Toren, die bislang in Spielen mit Norderstedter Beteiligung gefallen sind, stehen unsere Spiele für größten Unterhaltungswert, das sind bei 14 Spielen fast fünf Tore pro Spiel. Beim SV D/A sind es 72 Tore in 16 Spielen, auch das sind 4,5 Tore pro Spiel.

    Mittlerweile macht sich bei uns jedoch der personelle Aderlass deutlich bemerkbar. Etwas überspitzt gesagt, stellt die medizinische Abteilung momentan die Mannschaft auf. Auf Grund der personellen Lage müssen Spieler immer wieder länger ran, als eigentlich gut wäre, das Wort „Belastungssteuerung“ ist aus dem Norderstedter Vokabular gestrichen, das Wort „Winterpause“ wirkt momentan wie der Goldtopf am Ende des Regenbogens.

    Das Spiel:
    Nach dem Sieg in Jeddeloh konnten wir zwar im LOTTO-Pokal das Zwischenziel „im Pokal überwintern“ erreichen, in der Liga setzte es seitdem jedoch drei Niederlagen, die nicht immer notwendig waren. Für die letzten sechs oder sieben Spiele bis zur Winterpause müssen wir die Gegentorflut in den Griff bekommen – nur Todesfelde (50) und Kickers Emden (43) haben mehr Gegentore als wir (39) bekommen – dafür haben wir mit 29 Toren die siebtmeisten der Regionalliga erzielt und stehen in dieser Statistik sehr gut da.

    Beim SV D/A ist die Torverteilung eine andere. Bei 23 Gegentoren haben nur Phönnix Lübeck (14), Weiche Flensburg (18) und der VfB Oldenburg (20) weniger eingefangen, mit 49 erzielten Tore hat D/A allerdings auch die beste Offensive der Liga. Bei einem Sturm mit Spielern wie Tom Sanne (15 Tore) und Christopher Schepp (11 Tore) dürfte das allerdings auch niemanden überraschen. Dabei sind die Ergebnisse allerdings sehr ungleich. So gewann man deutlich gegen den ETV (7:1), Emden (8:2), Jeddeloh (7:2) und Todesfelde (5:1), tat sich gegen andere vermeintlich leichte Gegner jedoch schwer. So kann man am vergangenen Wochenende nicht über ein 1:1 beim HSC Hannover hinaus. Ein Ergebnis, mit dem wir unter den aktuellen Bedingungen sicher auch am Sonntag sehr gut leben könnten.

    Der Trainer:
    Oliver Ioannou (37), der von 2015 bis 2022 bereits sieben Jahre für Drochtersen spielte, übernahm im Oktober 2023 das Trainer-Amt von Frithjof Hansen.

    Die Schiedsrichter:
    Schiedsrichter der Partie ist Paul Jasper Albrecht (TSV Böklund), ihm zur Seite stehen Ole Andreas Schulz (VfL Bad Schwartau) und Hendrik Plambeck (VfL Vorwerk Lübeck).

    Der Anpfiff:
    Sonntag,08.11.2026, 14.00 Uhr (Einlass: 13.00 Uhr)

    Der Spielort:
    Edmund-Plambeck-Stadion, Ochsenzoller Straße 58, 22848 Norderstedt.

    Die Eintrittskarten:
    Im Vorverkauf unter tickets.eintrachtnorderstedt.de sowie an der Tageskasse.

    Der Direktvergleich:
    Bislang gab es 20 Spiele: 10 davon konnte D/A gewinnen, fünf gingen an uns, fünf Spiele endeten Unentschieden.

    Das letzte Pflichtspiel gegeneinander:
    Im Februar gab es in Drochtersen für uns eine deutliche 1:5-Niederlage. Zur Pause stand es 1:1, Matti Steinmann traf für D/A, Malik Yago für uns. Haris Hyseni, Liam Giwah, Tjorve Mohr und Sebastian Haut brachten Drochtersen im zweiten Durchgang auf die Siegerstraße.

    Trainer Özden Kocadal über die aktuelle Situation:
    „Die Lage ist nicht schön. Das liegt daran, dass wir immer wieder Spieler aufs Feld werfen müssen, die noch nicht richtig fit sind. Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die Verletzungsmisere macht uns zu schaffen. Wir machen aktuell im eigenen Ballbesitz Fehler, die wir nicht verteidigt bekommen. Diese Fehler müssen wir abstellen – und unsere eigenen Angriffe besser als gegen Todesfelde zum Abschluss bringen.“

    Unser Team:
    Falk Gross (OP), Julius Grunwald (Bruch der Elle/Speiche), Lars Huxsohl (Kreuzbandriss), Josh Görtzen (Sehnenplattenriss), Jonas Behounek, Jesse Osei (beide Schambeinentzündung) und Nick Gutmann fehlen genauso wie Fabian Grau (Leistenprobleme) weiterhin. In Todesfelde zog sich Ediz Eroglu eine Oberschenkelverletzung zu, die ihn bis Jahresende außer Gefecht setzen wird, Erjanik Ghubasaryan wird nach einer Gelb-Roten Karte gesperrt aussetzen müssen. Bjarne Kasper steigt in dieser Woche ins Mannschaftstraining ein, dürfte aber am Wochenende noch keine Option sein.

    Lukas Krüger, Lenny Kufrin und Melvin Zimmer feierten in Todesfelde ihr Comeback nach Verletzungspause und dürften am Sonntag wieder dabei sein. Ein Fragezeichen steht hinter Milad Nejad (Oberschenkelbeschwerden), Dane Kummerfeld sowie dem erkrankten Moritz Frahm.

    Mit vier gelben Karten sind unser Kapitän Moritz Frahm und Lukas Krüger vorbelastet und müssen nach der nächsten Verwarnung pausieren.

    Spiel-Info:
    "Eintracht Informiert" von Eddy Münch

    MAXCRASH-Liveticker:
    http://www.eintrachtnorderstedt.de/liveticker

    Livestream:
    https://www.leagues.football/fcen