Gebrauchter Tag in Todesfelde

Schiedsrichter: Nils MusekampLinienrichter: Max Wilken, Arne Nibbrig
Zuschauer: 565
Spielbericht vom 1. November 2026
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Einen von A bis Z gebrauchten Tag erlebten wir heute in Todesfelde. Bereits nach dem Aufwärmen musste Dane Kummerfeld abwinken, für ihn rutschte Leo Bera in die Startelf. Trotzdem erwischten wir einen Traumstart. Der Zeiger hatte noch nicht einmal eine Runde gedreht, da legt Ediz Eroglu den Ball raus auf Lucas Camacho. Leon Pesch scheiterte nach dessen Zuspiel noch an Fabian Landvoigt, netzte den Abpraller dann aber zur Führung ein (1.). „Es hätte eigentlich gar nicht besser laufen können“, freute sich Trainer Özden Kocadal über den Schnellstart.
Doch nur wenige Augenblicke später blieb Eroglu liegen, der Oberschenkel machte nicht mehr mit. Nach nur acht Minuten kam für ihn Lukas Krüger, der nach seinem verletzungsbedingten Ausfall eigentlich noch etwas kürzer treten sollte, nun aber schon früh ranmusste.
Marco Drawz glich für Todesfelde aus (24.), Manasse Fionouke brachte uns noch vor der Pause mit einer Willensleistung in Führung (36.). „Es spricht für die Mannschaft, dass wir nach dem Rückschlag zurückgekommen sind und den erneuten Führungstreffer erzielen. Da wollten wir dran anknüpfen“, gab unser Trainer die Marschroute für den zweiten Durchgang in keinem guten, aber einem sehr intensiven, interessanten und unterhaltsamen Spiel beider Mannschaften, bei dem die Schiedsrichter alle Hände voll zu tun hatten, aus.
Das sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht grundlegend ändern, nur dass dieses Mal die Gastgeber den besseren Start hatte – der frühere Norderstedter Noel Denis köpfte zum Ausgleich ein (50.). Nach gut einer Stunde hatte unsere Mannschaft die stärkste Phase. „Wir müssen das Spiel zwischen der 60. und 65. Minute auf unsere Seite kippen lassen, schaffen es aber wieder nicht, diesen Moment auf unsere Seite zu ziehen, stattdessen trifft der Gegner", bemängelte Kocadal, nachdem Todesfelde-Torhüter Fabian Landvoigt einen Abschluss von Ezra Ampofo mit Unterstützung des Platzes noch von der Torlinie kratzte (64.), Sekunden später einen Schuss von Henrik Lauterbach aus 18 Metern zur Seite abwehren konnte (65.), dann bekamen Ampofo und Lauterbach die Kugel gemeinsam nicht aufs Tour (67.).
Das alte Buch der Fußballweisheiten kennen wir alle und so kam es dann auch. Zunächst traf Morten Liebert freistehend den Ball nicht richtig (66.), dann traf Benjamin Petrick den Pfosten (71.) und schließlich köpfte Morten Liebert eine Flanke von Janek Sternberg zur Todesfelder Führung ein (72.).
In der Folge mühten wir uns redlich, konnten uns aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Letztes Highlight blieb die Einwechselung des lange verletzten Melvin Zimmer, der endlich wieder Regionalligaluft schnuppern durfte. Willkommen zurück, Mello!
In der Schlussphase kochten dann die Emotionen auf beiden Seiten hoch. Zunächst musste Erjanik Ghubasaryan nach seinem zweiten gelb-würdigen Foul mit der Ampelkarte vom Platz und wird daher gegen die SV Drochtersen/Assel fehlen (82.), zwei Minute später gerieten Melvin Zimmer und Pawel Erfmann aneinander, hier beließ der Schiedsrichter es bei einer Ermahnung. Das reichte eine Minute später nicht mehr. Die Todesfelder Bank hielt bei einem Einwurf den Ball zurück, den sich Manasse Fionouke mit Nachdruck griff – es gab Rot gegen die Todesfelder Bank und Gelb für Fionouke, der wohl im Verlauf der Situation auch noch beleidigt wurde, so dass es zu einer weiteren Rudelbildung kam. Und weil es gerade so bunt wurde, sah auch Özden Kocadal gelb dafür, dass er seine Coaching-Zone verlassen hatte um zu schlichten und seine Spieler zurück zu halten…
Bereits in der Nachspielzeit, als wir mit Nachdruck auf den Ausgleich gehen wollten, unterlief uns ein Fehler im Aufbauspiel, den Benny Soares zum 4:2-Endstand nutzte (90.+2), womit die Partie endgültig entschieden war. Auch nach dem Schlusspfiff gab es noch einmal Aufruhr, als sich ein Todesfelder Spieler vor der Gästekurve aufbaute und die rund 40 mitgereisten Norderstedt mit lautstarkem Jubel über den Sieg des Aufsteigers provozierte. Aber ist ja auch viel geiler, als sich mit den Mannschaftskollegen zusammen über den Sieg zu freuen…
Und weil der Tag so wunderbar rund lief, ist auf der Rückfahrt auch noch ein 9-Sitzer, mit dem unsere Fans in Todesfelde waren, verreckt… Ein auf allen Ebenen gebrauchter Tag eben.
























































































