Zum Hauptinhalt springen

Rabenschwarzer Sonntag im Stadionderby

Sonntag, 13. September 2026 · 14:00 UhrRegionalliga Nord, 8. Spieltag

Schiedsrichter: Jan-Ole EhlersLinienrichter: Jannik Schneider, Jannik Romahn

Zuschauer: 400

90

Spielbericht vom 13. September 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Trainer Özden Kocadal hatte im Vorfeld bereits gewarnt, dass die U23 des FC St. Pauli „extrem gut verteidigt, ein sehr gutes Pressing und gute Ideen mit dem Ball hat.“ Das alles zeigten die St. Paulianer im EPS und konnte am Ende einen 5:0-Sieg gegen unsere Mannschaft mitnehmen.

    Man verliert 5:0, findet aber eigentlich nicht alles schlecht und muss überlegen, was man sagt, ohne sich lächerlich zu machen“, rang Kocadal nach der deutlichen Niederlage um Worte. „Lächerlich machst du dich auf keinen Fall“, sprang ihm St. Pauli-Trainer Alexander Hahn zur Seite, der in der ersten Halbzeit ein „Spiel auf Augenhöhe“ sah, das für uns allerdings maximal unglücklich verlief.

    Das 1:0 fiel nach einem abgefälschten Schuss durch Profi-Leihgabe Erik Ahlstrand (17.), das 2:0 nach einem äußert umstrittenen Elfmeter, den der Schiedsrichter mit Verzögerung und auf Hinweis seines Assistenten pfiff. Fabian Grau soll bei seinem Klärungsversuch den Ball an den Arm bekommen haben. Die TV-Bilder konnten die Szene nicht auflösen, die Spieler waren aber überzeugt davon, dass Grau den Ball an den Kopf bekommen habe. Nikky Goguadze scheiterte mit dem Handelfmeter an Malte Brüning, versenkte denn aber den Abpraller zum 2:0 (40.).

    Dabei hatte St. Pauli etwas Glück, dass die Kopfbälle von Milad Nejad (19.), Lukas Krüger (29.) und Moritz Frahm (45.+1) knapp das Tor verfehlten. „Da haben wir Glück, dass wir nichts fressen“, atmete der St. Pauli-Coach durch.

    Wir kamen deutlich besser in die zweite Halbzeit hinein, mussten dann aber nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte das 0:3 durch Haron Sabah schlucken (53.). „Wir hatten das Gefühl, das wir dran sind, uns ein Treffer helfen könnte. Doch dann kam es ganz anders. Bisher waren wir von großen individuellen Fehlern verschont geblieben. Ganz bitter, wie wir dann das 3:0 und das 4:0 fressen“, dem ebenfalls ein Fehler voraus ging, erneut war Sabah Nutznießer (61.).

    Auf Seiten der Gastgeber konnte sich Niklas Petzsch gegen den Schuss von Leon Pesch (69.) und die Granate des eingewechselten Nick Gutmann (72.) auszeichnen. Während wir unsere Chancen nicht nutzten, konnte sich auch noch Wissou Kaba in die Reihe der Torschützen einreihen, der die Kugel in den Giebel knallte, nachdem St. Pauli im Norderstedter Strafraum nicht entscheidend gestört wurde (79.).

    St. Pauli war heute sehr effektiv. Das sie sehr gut verteidigen können, dass sie sehr gute individuelle Spieler haben, dass sie im Pressing scharf sind, wussten wir.“ Trotzdem war es heute schwer zu verteidigen, denn die Gastgeber hatten einen Sahnetag erwischt. „Die Mannschaft hat bis zum Ende – egal wie der Stand war – alles gegeben“, konnte Kocadal dem Spiel trotz des Ergebnisses auch Positives abgewinnen. So traf Milad Nejad in der Schlussminute noch den Pfosten (90.), doch der Ehrentreffer blieb uns heute verwehrt.

    Es hört sich etwas cheesy an, aber man muss auf das Eingehen, was der Mannschaft im Moment hilft“, blickte Kocadal bereits auf den kommenden Mittwoch, wo es gegen den HSC Hannover geht (18.30 Uhr, Edmund-Plambeck-Stadion). „Ich finde es nicht schlimm, über Fehler zu sprechen. Wenn man eine gute Fehlerkultur im Team hat, kann das sehr hilfreich sein. Auf der anderen Seite darfst du nicht in Negativität verfallen, weil da auch gute Sachen bei waren“, versucht Kocadal eine Balance zu finden, „die Jungs bestmöglich auf Hannover vorzubereiten. Da gilt es morgen die die Wunden zu lecken und richtig zu regenerieren, damit wir am Mittwoch mit ordentlich Power im Stadion auftreten können.“