Starkes Debüt für Neuzugang Brüning

Schiedsrichter: Rene-Alexander RoseLinienrichter: Leon Röpke, Miguel Karrasch
Zuschauer: 625
Unentschieden in abwechselungsreicher Partie gegen den VfB Lübeck
Spielbericht vom 6. September 2026
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Am Montag unterschrieb Torhüter Malte Brüning bei Eintracht Norderstedt, um Dave Ceesay nach der Verletzung von Lars Huxsohl Konkurrenz zu machen. Am Sonntag stand der 22jährige bereits zwischen den Pfosten, nachdem Dave Ceesay wegen einer Mandelentzündung ausfiel – und lieferte direkt ab. Da „die Jungs mich super aufgenommen und es mir sehr leicht gemacht haben“, hatte Brüning keinerlei Anpassungsschwierigkeiten.
Die erste Viertelstunde gehörte unserer Mannschaft, danach wurde der VfB Lübeck immer stärker und gab Brüning die Möglichkeit zu zeigen, warum Sportchef Frank Spitzer ihn unbedingt nach Norderstedt holen wollte. Nach zwanzig Minuten zog Marvin Thiel aus der zweiten Reihe ab, der Rücken von Erjanik Ghubasaryan veränderte die Flugbahn des Balls ganz unangenehm, doch Brüning, der schon unterwegs in die andere Ecke war, konnte sich noch rechtzeitig umorientieren und den Ball halten. „Eine Viertelstunde waren wir richtig dominant, danach muss man so ehrlich sein, haben wir ein bisschen den Faden verloren, so dass Lübeck die Überhand hatte“, so Brüning, der seine Mannschaft auch gegen Dardan Karimani (28.) und Bjarne Pfundheller (30.) vor einem Rückstand bewahrte, Jonas Dittrich schoss aus 18 Metern über das Tor (23.).
Zu allem Überfluss verletzte sich vor dem Pausenpfiff auch noch Josh Görtzen („er hat einen Schlag abbekommen und irgendwas unter er Ferse, was genau weiß ich noch nicht“), für ihn kam der zuletzt angeschlagene Jonas Behounek in die Partie (42.; „der Plan war eigentlich, dass er heute deutlich weniger spielt“), musste dann aber mit ansehen, wie der VfB Lübeck seine gute Leistung der letzten 30 Minuten mit einem Traumtor krönte – Bjarne Pfundheller setzte den Ball so in den Knick, das Brüning nur noch hinterher gucken konnte (45.). „Auch wenn es als Torwart schwer fällt muss man anerkennen: Das war ein richtig tolles Tor.“
Die durchaus verdiente Pausenführung der Gäste hatte jedoch nicht lange Bestand, denn nach Wiederanpfiff war es eine ganz andere Partie. „Wir sind mit einem ganz anderen Gesicht rausgekommen, man hat gesehen, dass wir wollen“, war Brüning zufrieden mit dem Auftritt in den zweiten 45 Minuten. Zwar hatte der VfB durch Bjarne Pfundheller, dessen Schlenzer knapp am langen Pfosten vorbei ging, die erste Chance des zweiten Durchgangs (47.), doch wenig später drückte Milad Nejad eine Flanke von Jonoas Behounek in Mittelstürmerposition zum Ausgleich über die Linie (51.).
Der Bann war gebrochen, nun ging es lange Zeit nur noch in eine Richtung. Joel Amadi rettete gegen Jonas Behounek (54.), Lukas Krüger und Ezra Ampofo verpassten eine Behounek-Hereingabe (55.), Leon Pesch scheiterte an Torhüter Finn Böhmker (68.), Joel Amadi rettete auf der Linie gegen Jonas Behounek (68.), ehe es unübersichtlich wurde und erneut Amadi Lübeck vor einem Rückstand bewahrte, als er kurz vor der Linie einen Abschluss von Dane Kummerfeld abwehrte, den Abpraller schoss Lukas Krüger im zweiten Versuch über die Linie, doch die Fahne ging hoch – Abseits (70.). Mittlerweile wäre eine Norderstedter Führung verdient gewesen.
Doch stattdessen starteten die Gäste eine Schlussoffensive. Jonas Dittrich schoss knapp vorbei (74.), Brüning blieb gegen Pfundheller Sieger (84.), Luis Coordes traf das Außennetz (90.+1) – ein Tor sollte jedoch nicht mehr fallen, so dass es am Ende bei einem leistungsgerechten Unentschieden blieb, auch wenn für uns in der zweiten Hälfte deutlich mehr drin gewesen wäre.
Da waren sich auch beide Trainer am Ende einig. „Das Ergebnis heute geht vollkommen in Ordnung, auch wenn wir uns mehr erhofft haben. In den ersten 10, 12 Minuten sind wir sehr gut ins Spiel gekommen, dann hat Lübeck leider komplett übernommen, sie waren uns immer etwas voraus, immer einen Schritt schneller“, zeigte sich Kocadal mit der ersten Hälfte nicht zufrieden, hat sich dann “sehr über die Antwort meiner Mannschaft nach der Pause gefreut.“
Damit sind wir weiterhin auf dem achten Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag sind wir zu Gast im eigenen Stadion bei der U23 des FC St. Pauli, Anstoss ist wie immer um 14.00 Uhr.
Fotos: Alexander Koltermann




































