U23 mit enttäuschendem Heimdebüt

Schiedsrichter: Alexander TeuscherLinienrichter: Finn Haase, Felix Michaels
Spielbericht vom 1. August 2026
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Für unsere U23 endete das Heimspieldebüt in der Oberliga mit einer verdienten, aber um zwei Tore zu hohen, 2:6-Niederlage gegen Mitaufsteiger TBS Pinneberg. Auch wenn beide Mannschaften aufgestiegen sind, sieht man doch deutliche Unterschiede. Auf der einen Seite die jungen, unerfahrenen Norderstedter mit zusammen gerade mal 218 Oberliga-Spielen, wovon mehr als die Hälfte auf Philipp Koch entfallen. Auf der anderen Seite die mit 1.185 Oberliga-Spielen deutlich erfahreneren Gäste.
Die übernahmen auch früh das Kommando auf dem Feld, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Lenny Kufrin flankte von der rechten Seite in die Mitte, Issa Safer verpasste in der Mitte, doch in einem Windschatten lauerte Aduramane Mane, der die Führung besorgte (16.).
„Die Partie läuft vom Spielverlauf her relativ unglücklich für uns“, sagte Trainer Tony Heine nach dem Spiel. „Wir kommen gut rein, halten uns an den Matchplan, machen dann so ein bisschen aus dem Nichts das Tor, haben das Momentum auf unserer Seite und lassen dann so ein bisschen unsere Aktivität vermissen, lassen uns reindrücken.“
Es musste jedoch ein Eigentor von Henrik Lauterbach zum verdienten Ausgleich herhalten. Kurz vor der Pause ging es Schlag auf Schlag. Nach einem Zweikampf im Strafraum zwischen Gregory Wittek und Kazusanosuke Ikeda entschied der Schiedsrichter zur allgemeinen Überraschung auf Elfmeter – Vincent Boock ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte TBS in Führung (42.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ging der Norderstedter Blutdruck nochmal mächtig nach oben: Caio Nogueira flog nach einem Foul Zentimeter vor der Strafraumgrenze vom Platz („Der Schiedsrichter hat gesagt, ich habe dem Pinneberger eine klare Torchance genommen. Dabei habe ich den Ball getroffen“). Eine aus Norderstedter Sicht harte Entscheidung. Den folgenden Freistoß konnte Ulrich Anou nur nach vorne abklatschen, Nick Scharkowski schob zum vermeintlichen 3:1 ein, doch die Fahne ging nach oben, Scharkowski soll im Abseits gestanden haben. Eine Entscheidung, die bei Pinneberg ähnlich wenig Verständnis fand wie vorher der Platzverweise auf Norderstedter Seite.
„Die Rote Karte nach einer eigenen Ecke ist total bitter und lässt das Pendel komplett auf Seiten von TBS kippen,“ ärgerte sich Heine. Nach der Pause erhöhte Omar Nabizada mit einem sehenswerten Treffer auf 3:1 (61.), doch in Unterzahl drehte Norderstedt noch einmal auf. Aduramane Mane köpfte nach Flanke von Gregory Wittek zum 2:3 ein (67.), vier Minuten später verpasste der gerade eingewechselte Jonas Ullmann den Ausgleich (71.).
Während sich unsere Mannschaft noch über die ein oder andere Schiedsrichter-Entscheidung ärgerte, blieben die Gäste cool. Nick Scharkowski spielte seine Mittelstürmer-Qualitäten aus und erhöhte auf 4:2 (78.), der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Daniel Schkarlat traf bei einem Rettungsversuch ins eigene Tor (82.), sechzig Sekunden später machte erneut Scharkowski mit seinem Treffer zum 6:2 den Deckel drauf (83.) „Hinten raus fehlt dann wieder ein bisschen die Kraft. TBS macht es abgezockt, aber das darf uns dann in der Höhe nicht passieren“, kritisierte der enttäuschte Trainer.
Nun hat er zwei Wochen Zeit, seine Mannschaft auf die nächste Aufgabe in der Liga vorzubereiten – am 14.08. ist man beim Meisterschaftsfavoriten FC Süderelbe zu Gast. Am kommenden Wochenende geht es zunächst im HOLSTEN-Pokal zu Union Tornesch II.












