Erfolgreicher Auftakt bei Hanse Merkur-Cup

Schiedsrichter: Tim SchröderLinienrichter: Philipp Eilers, Kian Rohwerder
Spielbericht vom 30. Juni 2026
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„Wir hatten eine heiße Trainingswoche“, grinste der bestens aufgelegte Özden Kocadal, nach den Rekordtemperaturen der letzten Tage. „Wir gewöhnen uns noch aneinander, aber es macht extrem viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Man merkt, dass da viele Jungs bei sind, die mehr wollen als nur ein bißchen rumzukicken.“
Da Moritz Frahm, Julius Grunwald (steigen nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining ein), Falk Gross (wird in etwa zwei Wochen zurückerwartet), Nick Gutmann (fehlt noch länger) und der kurzfristig erkrankt ausgefallene Leon Pesch im ersten Testspiel in Kaltenkirchen gegen den PSV Union Neumünster, in der vergangenen Saison Tabellen-Siebter der Oberliga Schleswig-Holstein, heute nicht auflaufen konnten, nahm unser Trainer-Team kurzerhand Linksverteidiger Gregory Wittek, Innenverteidiger Philip Owusu (beide U23) sowie den erst 17jährigen Almir Kasami (U19) mit zum Testspielauftakt in Kaltenkirchen gegen den PSV Union Neumünster. Schließlich wollte man allen einsatzfähigen Feldspielern 45 Minuten Spielpraxis geben, Torhüter Dave Ceesay durfte durchspielen und verbrachte einen weitestgehend ruhigen Tag. Er musste lediglich zwei, drei Mal eingreifen und machte das in gewohnter Souveränität.
Mit einer 2:0-Führung ging es in die Pause, nachdem Henrik Lauterbach zunächst aus 22 Metern traf und dann für seinen Innenverteidiger-Kollegen Manasse Fionouke ablegte, der den Ball nur noch zum 2:0 über die Linie drücken musste.
„Wir haben komplett gleichmäßige Teams auf die Platte geschickt, sind also nicht Richtung A-Elf und B-Elf gegangen“, erklärte Trainer Özdan Kocadal, der zur zweiten Halbzeit die jungen Wilden losließ. Das Vorhaben, alle Feldspieler 45 Minuten spielen zu lassen, klappte jedoch nur bedingt, denn Gregory Wittek musste nur zehn Minuten nach seiner Einwechselung wieder raus, nachdem er bei einem Foul auf die Schulter fiel. „Sie ist nicht ausgekugelt, das ist schon mal gut“, gab er vorsichtig Entwarnung, eine Bänderverletzung dürfte Wittek jedoch davongetragen haben.
In diesen zehn Minuten bereitete er jedoch gleich zwei Tore vor – beide durch ein an ihm begangenes Foul. Und das ist durchaus bezeichnend für „Greg“, einem Spieler, der sich nie schont und gerne auch dahin geht, wo es wehtut und dementsprechend oft häufiger gefoult wird als so mancher Angreifer.
60 Sekunden nach Wiederanpfiff holte er einen Elfmeter raus, den Jonas Behounek zum 3:0 verwandelte, den Freistoß nach seinem verletzungsbedingten Ausscheiden setzte Lucas Camacho zum 5:0 unter die Latte. Für das zwischenzeitliche 4:0 sorgte Manuel Brendel mit einem schulbuchmäßigen Kopfball nach einer Flanke von Fabian Grau.
Ein breites Grinsen huschte den Norderstedtern über das Gesicht, als der für Wittek wieder ins Spiel gekommene Leo Bera in der eigenen Hälfte einen Ball gewann, Manuel Brendel auf Höhe der Mittellinie anspielte und durchstartete. Brendel passte zurück in den Lauf von Bera, der den Ball zum 6:0 am Torhüter vorbei legte. Für den Schlusspunkt sorgte Jonas Behounek, der nach Zuspiel von Erjanik Ghubasaryan auf 7:0 vollendete.
„Wenn sich Gregory nicht schwerer verletzt hat, bin ich sehr zufrieden“, dachte Kocadal, der seine Mannschaft das gesamte Spiel über lautstark von der Seitenlinie dirigierte, direkt an den Unglücksraben und gab zu, dass er „am Anfang natürlich etwas angespannt war“, denn „im ersten Spiel willst du nicht doof aussehen. Es ist aber deutlich besser gelaufen, als ich gedacht habe, weil Neumünster eine gestandene Oberliga-Truppe ist.“
Dass es am Ende gleich 7:0 hieß, war ein sehr positiver Auftakt, dem Trainer allerdings zu deutlich im Hinblick auf künftige Trainingsinhalte. „Wir haben gute Erkenntnisse gesammelt, allerdings denke ich, dass Spiele, die etwas enger sind, noch bessere Erkenntnisse liefern, mit denen wir mehr anfangen können.“
Am kommenden Freitag geht es – ebenfalls um 18.00 Uhr in Kaltenkirchen – gegen die Gastgeber der Kaltenkirchener TS, die die vergangene Oberliga-Saison als Tabellenzehnter beendeten, die Finalspiele finden am Sonntag statt.




























































































