Ohne Elf: Niederlage in Bremen

Schiedsrichter: Tim OttoLinienrichter: Jonah Fichtner, Kevin-Noah Traemann
Zuschauer: 843
Spielbericht vom 27. April 2026
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Gegen die Überraschungsmannschaft der Saison erwartete uns ein schwerer Brocken. Nicht nur, weil der extrem defensivstarke Bremer SV aktuell Tabellen-Sechster ist, auch weil mit Nick Gutmann, Falk Gross, Fabian Grau, Manasse Fionouke, Lenny Kufrin, Moritz Junge, Leon Pesch, Yevhenii Obushnyii, Dane Kummerfeld (alle verletzt) sowie Florian Meier und Lucas Camacho (beide gelbgesperrt) gleich elf Spieler nicht zur Verfügung standen. Dafür reisten Joris Bente, Mamadou Djalo (beide U23), Aquilis Seidi und Ebenezer Adossi (beide U19) mit an den Panzenberg.
Hoffnungsvoll nach dem Sieg gegen Schöningen und mit der Unterstützung von rund 50 Norderstedtern reiste die Mannschaft an, doch dann „haben wir eine erste Halbzeit gesehen, die von uns mit mindestens 15 Minuten Tiefschlaf begann“, wie Trainer Jörn Großkopf einräumte.
Der Zeiger war noch keine zwei Mal rum, da fehlt bei uns im Strafraum die Zuordnung, Amoro Diedhiou konnte den Ball annehmen und Niklas Petzsch zur frühen Führung überwinden (2.). In der Anfangsphase hätte Bremen schnell erhöhen können, doch zunächst rettete Lucas Schulze (7.), dann Niklas Petzsch (18.).
Nach der Petzsch-Tat war unsere Mannschaft mit etwas Verspätung im Spiel drin. „Wir spielen danach sehr, sehr anständig haben unzählige Möglichkeiten, waren sehr viel in der Box, aber machen das Ding nicht. Da war auch viel Pech bei mit dem Lattentreffer, aber auch etliche weitere Aktionen, die wir nicht erfolgreich zu Ende bringen“, fasste Großkopf zusammen.
„Das war für mich heute ein Spiel, was auch 5:4 oder 4:5 ausgehen kann, da war alles möglich. Wir haben in der ersten Halbzeit drei Mal Riesenglück gehabt bei Standard-Situationen“, freute sich BSV-Trainer Ralf Voigt über die zu diesem Zeitpunkt trotz der Tiefschlaf-Phase zu Beginn glückliche Bremer Führung.
Altuntas rettete mit dem Kopf vor Ohene Köhl (22.), Lukas Krüger kam eine Fußspitze zu spät nach einer Behounek-Hereingabe (23.), Bremen-Keeper Pascal Manitz riss reaktionsschnell den Arm hoch bei einem Schuß von Köhl (25.). Plötzlich spielte nur noch die Eintracht. Den folgenden Eckball von Jonas Behounek köpfte Endrik Jaschan an den Pfosten (26.), Lucas Schulze verpasste nach einer Kopfball-Ablage von Lukas Krüger (38.), der wenig später mit einem Kopfball nur die Latte traf (43.).
Kapitän Moritz Frahm, der nach fast einem halben Jahr Verletzungspause sein Startelf Comeback gab, freute sich „endlich wieder auf dem Platz stehen zu können, aber es ist natürlich auch sehr bitter in der Situation, in der wir uns befinden, wo wir es selbst in der Hand haben, aber es nicht schaffen, die Tore zu machen. Ein Lattentreffer, einmal Pfosten, zusätzlich auch andere Chancen, die wir machen müssen. Wir belohnen uns einfach nicht.“
Der Ausgleich lag, angetrieben von der Unterstützung aus dem Norderstedter Fanblock, vor 843 Zuschauern in der Luft, Jonas Behounek mit einem Schuss aus 18 Metern, der kann vorbei ging, noch einmal die Möglichkeit zum Ausgleich (49.), doch das blieb zunächst das letzte Highlight. Zumindest aus Norderstedter Sicht, denn einen Abschluss von Amoro Diedhiou konnte Niklas Petzsch überragend halten, den zweiten Ball schoß Jan-Luca Warm mit Gewalt zum 2:0 ins Norderstedter Netz (57.).
„Nach dem 2:0 war die Luft bei uns so ein bißchen raus, der Wille war nicht mehr so zuerkennen, wie es beim Gegner der Fall gewesen ist“ zeigte sich unser Trainer enttäuscht von der letzten halben Stunde, wo es schien, als habe jemand den Stecker gezogen, zu viele ungenaue Zuspiele gab es auf unserer Seite, die vielversprechende Situationen im Keim erstickten. „Wir wollen auch in unteren Gefilden Fußball spielen, aber das ist hier sehr schwer, der Platz lässt das nicht zu“, erklärte Großkopf mit Blick auf den Rasen, wusste aber auch, dass „der Gegner da ein sehr probates Mittel hat mit langen Bällen auf den zweiten Ball zu gehen. Darauf waren wir eigentlich auch eingestellt.“
Doch der Bremer Abwehrblock stand gut, so dass es in der Folge kaum noch Toraktionen gab. Die einigen beiden hatten die Bremer, die jedoch in Peron von Jef Tchouangue (68.) und Noel Werner (72.) an Niklas Petzsch scheiterten.
Kurz vor Schluss durfte Eintracht dann doch noch jubeln, aber nur kurz – Victor Appiah hatte aus fünf Metern auf 1:2 verkürzt, doch der Schiedsrichter hatte in der Entstehung offenbar ein Foul gesehen und verweigerte dem Treffer die Anerkennung.
„Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht zwingend genug, das reicht dann einfach nicht, um hier einen Punkt oder mehr mitzunehmen. Die sind eiskalt, das sind wir momentan leider nicht“, so der Kapitän. „Nach dem 2:0 war die Frustration natürlich groß, wenn man die eigenen Torchancen nicht nutzt und sich dann hinten einen einfängt. Dann wird einem das Tor kurz vor Schluss noch weggenommen, da kommt auch aus den letzen Wochen bei uns einiges zusammen.“
„Wir müssten uns jetzt auf die letzten drei Spiele konzentrieren, wir haben drei Finals gegen Lohne, Flensburg und den HSC vor uns“, blickte unser Trainer nach vorne und wusste, dass zumindest die drei direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Altona, Lohne und St. Pauli ihre Spiele verloren hatten und sich unsere Ausgangssituation durch die Niederlage zumindest nicht verschlechtert hat. Am Wochenende kommt es allerdings zu direkten Duellen im Tabellenkeller, so dass ein Sieg gegen Lohne hermuss.





























































































