Punkt der Moral nach zähen 90 Minuten

Schiedsrichter: Pascal BärLinienrichter: Jan-Lukas Meyer, Jens Eisenbach
Zuschauer: 405
Spielbericht vom 1. April 2026
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„Das war sicher nicht das schönste Spiel zum Anschauen. Es war keine gute Leistung von uns. Es ist ein dreckiger Punkt“, gab Kapitän Jonas Behounek nach dem späten 1:1 gegen den 1.FC Phönix Lübeck zu. Allerdings hatte man zuletzt immer wieder Spiele dabei, wo man über weite Strecken die bessere Mannschaft war, aber nichts mitnehmen konnte wie in Emden oder gegen Jeddeloh. „Da hätten wir Punkte verdient gehabt, haben sie aber nicht geholt. Heute war der Punkt nicht so richtig verdient, aber wir haben ihn und darauf kommt es an.“
„Es war ein Punkt der Moral“, atmete auch Trainer Jörn Großkopf tief durch. Nicht nur auf Grund des späten Ausgleichstreffers war das Unentschieden glücklich, auch spielerisch war es einer der schwächeren Auftritte seiner Mannschaft. „Wir haben heute unsere Abläufe nicht eingehalten, kamen dadurch nicht in Überzahlsituationen und somit kaum zu Torchancen.“
Mit vier Veränderungen gegenüber der Niederlage in Meppen (Kummerfeld für Bera, Gross für Meier, Fionouke für Jaschan, Gutmann für Köhl) ging es in die Partie, zudem saß Lukas Krüger, der in Meppen mit Rückenproblemen aussetzen musste, zunächst auf der Bank. Dort saß auch eine Personalie, die für die meisten eine echte Überraschung war: Torhüter Dave Ceesay, der im Winter eigentlich zum ETSV wechselte, ist zurück in Norderstedt und ab sofort spielberechtigt. Eigentlich wollte Ceesay in Norderstedt nur mittrainieren – da neben Lars Huxsohl allerdings auch Torhüter #3 Moritz Junge aktuell verletzt ausfällt, ergriff unsere sportliche Leistung und holte Ceesay bereits zum zweiten Mal in dieser Saison zurück nach Norderstedt.
Das Spiel selbst war eine eher zähe Angelegenheit, wie Phönix-Coach Christian Adigo nach der Partie unter Zustimmung unseres Trainers sagte, die Partie plätscherte über weite Phasen des Spiels nur so vor sich hin. Einzige Ausnahme: Ein Schuss der Gäste aus der zweiten Reihe, der gleich mehrfach abgefälscht wurde und vor den Füßen von Benjamin Luis landete, der Niklas Petzsch im Norderstedter Tor zum 1:0 überwinden könnte (16.)
Ansonsten spielte sich das Geschehen weitestgehend in der neutralen Zone ab, gefährliche Zuspiele ins letzte Drittel gab es so gut wie gar nicht. Entsprechend gab es neben dem Tor auch nur zwei weitere Chancen im ersten Durchgang: Michael Seaton traf mit einem Kopfball ans Lattenkreuz (29.), Manuel Brendel schoss knapp am Tor vorbei (39.).
Auch der zweite Durchgang geizte mit Höhepunkten. Zumindest gab es ein kleines Jubiläum zu feiern: Lukas Krüger wurde nach einer knappen Stunde eingewechselt, feierte damit sein 50. Pflichtspiel für Eintracht Norderstedt. Herzlichen Glückwunsch, Krügi, auf die nächsten 50!
Ansonsten sorgte lediglich eine Hereingabe von Michael Seaton für Gefahr, doch Fabian Grau und Anton Ihde rutschten am Ball vorbei (66.). Und so hatte man hinten raus nicht mehr das Gefühl, dass wir hier heute noch was mitnehmen. Doch als die Nachspielzeit anbrach, hatte Manuel Brendel plötzlich den Ausgleich auf dem Fuß – der luxemburgische Nationaltorhüter Tim Kips, der gestern noch einen Länderspielsieg seiner Mannschaft gegen Malta feierte, konnte irgendwie retten (90.+1). Doch dann war auch er machtlos: Ezra Ampofo flankte den Ball in den Strafraum, der landete über Umwege bei Endrik Jaschan, der direkt abzog – ein Lübecker Arm verhinderte den Torschus, dafür gab es Elfmeter.
Kapitän Behounek übernahm die Verantwortung und verwandelte tief in der Nachspielzeit zum von vielen nicht mehr möglich gehaltenen Ausgleich und damit einem Punkt, „der am Ende noch ganz wichtig werden kann“, betonte Großkopf.
Dafür sollte aber auch im nächsten Heimspiel zählbares her. Am Ostersonntag ist um 14.00 Uhr die U23 von Werder Bremen zu Gast. Das Spiel findet unter „Pay What You Want“-Bedingungen statt.
Fotos: Alexander Koltermann




































